Der Feind in meinem Kopf
Kennen Sie das Gefühl, mit angezogener Handbremse durchs Leben zu fahren? Sie geben Gas, aber irgendetwas bremst Sie. Diese “Handbremse” sind Ihre inneren Saboteure. Es sind tief verankerte, unbewusste Denkmuster, die aus einer guten Absicht heraus entstanden sind – meist in der Kindheit, um uns vor Schmerz oder Ablehnung zu schützen. Das Problem: Diese alten Schutzmechanismen sind heute oft die größten Hindernisse auf dem Weg zu beruflichem Erfolg und persönlicher Erfüllung. Sie agieren aus dem Verborgenen und untergraben unsere besten Absichten.
Die 10 Gesichter der Selbstsabotage
Der Stanford-Dozent und Bestseller-Autor Shirzad Chamine hat in seiner Forschung mit Tausenden von Führungskräften zehn grundlegende Saboteur-Muster identifiziert [1]. Der “Richter” ist der universelle Haupt-Saboteur, der uns alle betrifft. Er wird von weiteren Komplizen unterstützt. Erkennen Sie sich wieder?
Saboteur: 1. Der Richter Kern-Glaubenssatz: “Ich (oder du) bin/bist nicht gut genug.” Typisches Verhalten: Ständige Selbstkritik, andere verurteilen
Saboteur: 2. Der Perfektionist Kern-Glaubenssatz: “Fehler sind inakzeptabel.” Typisches Verhalten: Prokrastination aus Angst, es nicht perfekt zu machen
Saboteur: 3. Der Antreiber Kern-Glaubenssatz: “Ich bin nur wertvoll, wenn ich leiste.” Typisches Verhalten: Unfähigkeit zu entspannen, Burnout-Gefahr
Saboteur: 4. Der Vermeider Kern-Glaubenssatz: “Konflikte sind schlecht.” Typisches Verhalten: Unangenehme Aufgaben aufschieben, “Ja” sagen, aber “Nein” meinen
Saboteur: 5. Das Opfer Kern-Glaubenssatz: “Mir passiert immer alles Schlimme.” Typisches Verhalten: Passivität, sich machtlos fühlen
Saboteur: 6. Der Kontrolleur Kern-Glaubenssatz: “Ich muss alles im Griff haben.” Typisches Verhalten: Mikromanagement, Angst vor Kontrollverlust
Saboteur: 7. Der Hyper-Rationale Kern-Glaubenssatz: “Gefühle sind störend.” Typisches Verhalten: Emotionen intellektualisieren, wenig Empathie
Saboteur: 8. Der Hyper-Vigilante Kern-Glaubenssatz: “Man kann niemandem trauen.” Typisches Verhalten: Ständiges Misstrauen, Angst vor dem Schlimmsten
Saboteur: 9. Der Pleaser Kern-Glaubenssatz: “Ich muss gemocht werden.” Typisches Verhalten: Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen
Saboteur: 10. Der Rastlose Kern-Glaubenssatz: “Ich könnte etwas verpassen.” Typisches Verhalten: Ständig beschäftigt, aber selten erfüllt
Diese Muster sind tief in unseren neuronalen Bahnen verankert. Klassisches Coaching kann zwar die Symptome aufdecken, stößt aber oft an Grenzen, wenn es darum geht, die Wurzeln im Unterbewusstsein zu verändern. Denn diese Programme laufen automatisch ab. Hier kommt Hypnose ins Spiel.
Praxisteil: Ihren Haupt-Saboteur entlarven
Die Arbeit mit Hypnose erlaubt es uns, in einen Zustand zu gelangen, in dem wir direkt mit diesen unbewussten Programmen kommunizieren können. Wir können die ursprüngliche Situation, in der der Saboteur “geboren” wurde, aufspüren und die damit verbundene Emotion neutralisieren. So lernt das Unterbewusstsein, dass die alte Gefahr nicht mehr real ist und der Schutzmechanismus ausgedient hat.
Eine kleine Übung zur Identifikation:
Lesen Sie die Liste der Saboteure noch einmal durch. Welcher der neun Komplizen (neben dem Richter) spricht Sie am meisten an? Bei welchem Verhalten haben Sie sich ertappt gefühlt?
Beobachten Sie sich in den nächsten 24 Stunden: In welchen Situationen wird dieser Saboteur besonders laut? Was ist der Auslöser? Allein das Bewusstmachen ist der erste, entscheidende Schritt zur Veränderung. Sie sind nicht Ihre Gedanken – Sie sind der Beobachter Ihrer Gedanken.
Fazit und Ihr nächster Schritt
Ihre inneren Saboteure sind nicht Ihr Feind. Sie sind veraltete Software, die ein Update braucht. Anstatt gegen sie zu kämpfen, können wir lernen, ihre ursprüngliche Absicht zu verstehen und sie dann in den Ruhestand zu schicken. Energetische Hypnose ist eine der effektivsten Methoden, um dieses Update direkt im Betriebssystem Ihres Gehirns – dem Unterbewusstsein – aufzuspielen.
Wenn Sie bereit sind, die Handbremse zu lösen und Ihre inneren Saboteure zu Verbündeten zu machen, dann lassen Sie uns sprechen. Auf katharina-kowalski.com finden Sie mehr Informationen zu meinem Ansatz. Für eine erste Einschätzung, welche Saboteure bei Ihnen am aktivsten sind, schreiben Sie mir gerne eine persönliche Nachricht.
Referenzen: [1]: # “Chamine, S. (2012). Positive Intelligence: Why Only 20% of Teams and Individuals Achieve Their True Potential and How You Can Achieve Yours. Greenleaf Book Group Press.”
